Jahreshauptversammlung 2026 des Waldbauvereins Altenkirchen e. V.
Auch in diesem Jahr war die Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Altenkirchen e. V. am 13.04.2026 im KulturWERK Wissen gut besucht. Zahlreiche Mitglieder sowie Gäste aus Politik und Forstwirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil.
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden Friedrich Freiherr von Hövel wurde die form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung festgestellt.
Zum Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.
Geschäftsbericht und Jahresabschluss
In seinem Geschäftsbericht erinnerte der bisherige Geschäftsführer Alois Hans an die wichtigsten Veranstaltungen und Aktivitäten des Jahres 2025.
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Die Mitgliederversammlung am 08.04.2025 in Wissen mit dem anschließenden Vortrag von Dr. Franz Straubinger zum Thema „Jagen für den Wald von morgen“
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Die PEFC-Waldsprechstunde zum klimaangepassten Waldmanagement in Zusammenarbeit mit PEFC Deutschland und dem Waldbildungszentrum Hachenburg am 25.10.2025
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Die Mehrtagesfahrt nach Saarlouis vom 07.09. bis 11.09.2025
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Die Fachexkursion „Waldbau im Laubholz“ am 17. und 18.10.2025 in den Forstrevieren Daaden und Herdorf des Forstamtes Altenkirchen
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Die Durchführung von zwei Motorsägenkursen mit insgesamt acht Teilnehmern
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Die Teilnahme an den Westerwälder Holztagen am 28.06 und 29.06.2025
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Die vollzogene Liquidation der Holzvermarktungsgesellschaft Westerwald-Sieg
Im anschließenden Kassenbericht 2025 erläuterte Herr Hans die wichtigsten Einnahme- und Ausgabepositionen des vergangenen Haushaltsjahres. Im Wesentlichen stimmten Haushaltsansätze und Ist-Werte überein. Abweichungen wurden entsprechend erläutert. Das Haushaltsjahr 2025 schloss mit einem Überschuss ab.
Der von Rudi Weigold vorgetragene Bericht der Kassenprüfer enthielt keine Beanstandungen. Er schlug der Versammlung vor, Vorstand und Geschäftsführung zu entlasten. Die Versammlung folgte diesem Vorschlag ohne Gegenstimmen.
Haushaltsplanung 2026
Da Herr Alois Hans zum 01.01.2026 die Geschäftsführung des Vereins an Maximilian Mohr übergeben hatte, nutzte er die Gelegenheit für abschließende Worte und übergab anschließend an seinen Nachfolger.
Herr Mohr stellte den geplanten Haushaltsvoranschlag für das Geschäftsjahr 2026 vor. Er erläuterte das vorgesehene Haushaltsdefizit, das insbesondere durch gestiegene Kosten für Miete und Personal entstehen wird. Außerdem ist die Anschaffung eines GPS-Systems vorgesehen, das die Digitalisierung der forstwirtschaftlichen Betriebe unterstützen und die Lokalisierung von Grundstücksgrenzen erleichtern soll.
Gegen den Haushaltsvoranschlag wurden aus der Versammlung keine Einwände erhoben.
Fusion der Waldbauvereine Altenkirchen und Westerwald
Ein zentrales Thema des Abends war außerdem die mögliche Fusion der Waldbauvereine Altenkirchen und Westerwald. Bereits im vergangenen Jahr wurden in beiden Vereinen erste Vorschläge und Diskussionen geführt, inwiefern eine Zusammenführung sinnvoll und umsetzbar wäre.
In der Praxis wurde die Zusammenarbeit bereits intensiviert. Exkursionen werden gemeinsam organisiert, und die Geschäftsführung des Waldbauvereins Westerwald wird bereits durch den Waldbauverein Altenkirchen gestellt.
Der zweite Vorsitzende Frank Bettgenhäuser stellte hierzu erste Erkenntnisse vor. Eine Fusion könnte über eine Verschmelzung beider Vereine mittels Verschmelzungsvertrag erfolgen.
Als wesentliche Vorteile einer Fusion wurden eine stärkere politische Interessenvertretung der Waldbesitzenden, attraktivere Dienstleistungen für die Mitglieder sowie effizientere Verwaltungsstrukturen genannt. Darüber hinaus könnten organisatorische Kosten eingespart werden. Gerade angesichts des aktuellen Waldzustands in der Region sei eine engere Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass ein solches Vorhaben auch strukturelle Veränderungen mit sich bringt. So müssten unter anderem Fragen zu Vorstand, Mitgliedsbeiträgen, Vereinssitz und Vereinsnamen neu geregelt werden.
Die Versammlung sprach sich mit deutlicher Mehrheit von 69 Ja-Stimmen bei 6 Nein-Stimmen dafür aus, dem Vorstand den Auftrag zur weiteren Vorbereitung der Verschmelzung zu erteilen. Eine endgültige Abstimmung soll auf der nächsten Mitgliederversammlung unter notarieller Begleitung erfolgen.
Öffentlicher Teil
Im öffentlichen Teil der Sitzung konnte der Vorsitzende zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Forstwirtschaft begrüßen.
Carmen Barth, Leiterin des Referats für forstpolitische Grundsatzfragen sowie Körperschafts- und Privatwald im Ministerium in Mainz, berichtete in ihrem Grußwort über aktuelle Themen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Der Geschäftsführer des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz, Dirk Fernholz, stellte ein Digitalisierungskonzept des Verbandes vor. Ziel des Angebots ist es, Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern den Zugriff auf Wald-Daten zu erleichtern und die Bewirtschaftung des Privatwaldes strukturell zu fördern.
Im anschließenden Fachvortrag „Sorgenkind Eiche – Was es mit dem Eichenprachtkäfer auf sich hat“ erläuterte Thomas Bertelmann die aktuelle Situation der Eichenbestände, die Rolle des zweipunktigen Eichenprachtkäfers sowie bereits gewonnene Erkenntnisse für den zukünftigen Umgang mit den Schäden und die möglichen Konsequenzen für die Wälder der Region. In der Ausgabe der Siegener Zeitung vom 15.04.2026 erschien hierzu ein ausführlicher Artikel.
Mit einem regen Austausch unter den Teilnehmern endete die diesjährige Mitgliederversammlung.



